
Die letzten drei Tage war ich auf Reisen. Nur gut 100 Kilometer weit ging die wilde Fahrt vom Ruhrgebiet nach Köln, aber auch da hieß es erst einmal: Kulturschock. Viele Eindrücke galt es zu verarbeiten, vielen Menschen im Vorweihnachtstrubel auszuweichen, viele Gerüche und Geräusche auszublenden und und sich auf fremde Sitten und Gebräuche einzulassen. Aber davon ein anderes Mal mehr – heute muss ich mich und meine sensorischen Filter erst einmal erholen.
Diverse metaphorische Hüte hatte ich in den drei Tagen auf: einen Geburtstagshut, den Touristinnenhut, den Partnerinnenhut und einen Kommunikationshut. Letzterer war sehr bunt, denn es gab verschiedenste Redeanlässe, die allesamt echt viel Spaß gemacht haben: Da war sehr lustiger Small Talk an der Hotelbar und im Restaurant, da waren intensive und berührende Sach- und Fachgespräche und zu guter Letzt eine erstaunlich leichtgängige Podcastaufzeichnung. Allerdings habe ich zum jetzigen Zeitpunkt alle mir zur Verfügung stehenden Wörter für den Monat Dezember schon aufgebraucht, glaube ich. Glücklicherweise bin ich nun wieder im Heimathafen, habe keine großen kommunikativen Hürden mehr zu überspringen und kann mich ausruhen. Auf mich achtgeben. Aber auch davon mehr an einem anderen Tag. In diesem Sinne.
