Lesebühne

Worauf ich bei Lesungen keine so große Lust habe? Mich mit einem Wasserglas an einen Tisch zu setzen, meine Blätter leer zu lesen und ein Glas Wasser später wieder aufzustehen und nach Hause zu fahren.

Philly-Lilly/Ophelia in „Hamlet rot/weiß“ beim Zeltival in Gelsenkirchen-Beckhausen, Oktober 2018 (Foto: Detlef Zapolowski)

Was mir am Lesen so richtig Spaß macht? Das Spielen! Für eine Textlänge die Person zu ’sein‘, über die ich euch etwas erzähle. Euch nachvollziehbar und fühlbar zu machen, wer die Figuren in meinen Texten sind und was sie erleben.

Dafür habe ich ein eigenes Lesebühnenformat entwickelt: eine multimediale Mischung aus szenischer Lesung, Theater, Kabarett und Poetry Slam-Feeling. Und da ich so viele Textsorten und -gattungen mag, dürfen die auch alle darin ihren Platz haben, da bin ich großzügig (und muss mich für kein Lieblingskind entscheiden). Denn das ist es, wofür ich wirklich brenne: ein spannendes Thema finden, für all die verschiedenen Formen und Figuren einen roten Faden stricken und euch dann prächtig damit unterhalten! Anspruchsvoll und kurzweilig. Ich möchte, dass ihr amüsiert und berührt, vielleicht nachdenklich, zuweilen mit Gänsehaut nach Hause geht, auf die Uhr schaut und denkt: Das verging ja wie im Flug!

„Gestorben wird immer – oder: Radieschen von oben“, 04.02.2020, Altstadtschmiede Recklinghausen (Foto: Detlef Zapolowski)

Ich mache sowohl Solo- als auch Gemeinschaftslesungen und trete ab und zu bei Poetry Slams auf. Hauptsächlich stehe ich mit meinem ‚Mann fürs Lesen‘ als Duo auf der Bühne: Marcel Pichler (siehe Foto).