Schnatt am Kalenderblatt (11.07.2026): Veröffentlichungs-Hattrick

Was die Fußballer derzeit bei der Männer-WM eher selten hinbekommen, ist mir literarisch 2026 schon einmal gelungen!

Wenn ich manchmal konzentriert an einer längeren, größeren Sache arbeite, verliere ich ganz aus dem Blick, was ich sonst noch so geschafft habe. Einfach, weil es (zum Glück) keine lange To-Do-Liste mit vielen verschiedenen Aufgaben gibt, sondern weil ganz simple und kurze Dinge da draufstehen, wie Schreib das Buch fertig! oder Konzipiere Veranstaltungen! In der Ausführungen dauert das aber Monate … Zu Motivations- und Dokumentationszwecken habe ich daher einmal die 3 Publikationen auf den Tisch gelegt, an denen ich 2026 bis dato mit Kurztexten beteiligt war. Voilà!

  • In Die botanischen Verse winden sich Knoblauch und Krokus theatralisch umeinander herum: Aroma und Anmut – eine botanische Tragödie mit Ungereimtheiten. Wird es ein Happy End geben?
  • Dem Band Probleme, Kunst und Heißgetränke (Wie geil ist dieser Titel, bitte?) der Gladbecker Schreibwerkstatt-Wortpfade-Reihe durfte ich zwei Gastbeiträge beisteuern: Niemand schlafe und Tragödie der Temperatur. Spoileralarm: In beiden Texten könnte Kaffee eine Rolle spielen.
  • Die Psychosoziale Umschau, eine Fachzeitschrift des Psychiatrie-Verlags, hat meinen Spoken-Word-Poetry-Text über Einsamkeit in der April-Ausgabe abgedruckt: allEINsam.

Damit sich die Texte nicht so allein oder gar einsam fühlen: Lest sie gerne! In diesem Sinne.

Schnatt am Kalenderblatt (April 2026): Verträge, Verträge

… und dann ging alles ganz schnell: Buchprojekt einer Agentur vorgestellt. Sie nehmen’s! (YEAH!) Buchprojekt einer Handvoll großen Verlagen vorgestellt. Einer war sofort begeistern. Sie machen’s! (DOPPEL-YEAH!) Die Nachricht ereilte mich fernmündlich auf einem kleinen Bahnsteig in Weil am Rhein, 6 Stunden von Zuhause entfernt. Das Wetter: sommerliche 25 Grad. Das Ticket: 63 Euro. Die Blicke der Mitreisenden, weil ich vor Freude wie wild auf dem Bahnsteig herumgehüpft bin und getrampelt und gequietscht: unbezahlbar.

von und mit: Eva Jahnen

Schnatt am Kalenderblatt (06.03.2026): Wie geht’s?

2025 und auch 2026 stehen für mich als Autorin hauptsächlich im Zeichen der mentalen Gesundheit. Im letzten Jahr ist das Manuskript für den Kommunikationsratgeber Was sagt man dazu? im Rahmen eines geförderten Projekts der Deutschen DepressionsLiga e.V. entstanden. In diesem Jahr konzipiere ich Lesungen und Workshops dazu und werde ab Herbst die ersten Veranstaltungen realisieren. Da freue ich mich riesig drauf!

Sehr schön ist auch immer der Besuch von Veranstaltungen zum Thema seelische Gesundheit. So durfte ich für die DDL gemeinsam mit Schatzmeister Michael Bergmann an der Eröffnung der Sonderausstellung Wie geht’s? im Deutschen Hygiene Museum Dresden teilnehmen. Unser Nachbericht und einige Fotos finden sich hier – ebenso ein paar Reflexionen zu Beginn auf die Frage Wie geht’s? In diesem Sinne.

(Michael Bergmann und icke / Foto: privat)

Schnatt am Kalenderblatt (13.02.2026): Maak es joot dor boven, Ulla Berndt! – ein Nachruf

Seit ich vor über zehn Jahren als Neumitglied bei den 42er Autoren e.V. das erste Mal in Putlitz zur Preisverleihung war, kannte ich sie. Im Laufe der Jahre haben wir uns gegenseitig ins Herz geschlossen, und ich hatte mich riesig darauf gefreut, sie im Sommer wiederzusehen. Wir hatten uns vorgenommen, uns dieses Jahr mehr Zeit zu nehmen zum Klönen, denn die Wochenenden mit den Veranstaltungen, wie z. B. der Preisverleihung, der Lesung oder auch dem Stadtjubiläum, gehen immer so schnell vorbei.

Doch auch das Leben kann ganz schnell vorbei sein – das wurde mir wieder einmal sehr klar, als ich per Telefon von dem schrecklichen Autounfall erfuhr, der Ulla letzte Woche aus dem Leben gerissen hat. Unser Nachruf ruft mir entgegen: Bloß nichts auf die lange Bank schieben! Man weiß nie … In diesem Sinne.

Schnatt am Kalenderblatt (06.01.2026): Neujahrsansprache oder: To Do Or Not To Do

Der Laptop blieb zu, das Herz war weit offen. Rechner, Aufgaben und Stresslevel herunterzufahren – das hat wirklich gutgetan. Insofern haben die Dinge, die ich mir für die Weihnachtsferien vorgenommen hatte, einwandfrei funktioniert. Doch wie sieht es mit Vorsätzen fürs neue Jahr aus? Hier meine TOP TEN (aus meinem Weihnachtsbuch mit Texten rund ums Jahr):

Claudia Kociucki „Neujahrsansprache – oder: To Do Or Not To Do“
Tipp 1: Einfach die alte Jahreszahl über der To-Do-Liste durchstreichen und das nächste Jahr drüber schreiben.
Tipp 2: Montag. Man fängt immer montags an.
Tipp 3: Öfter mal Dinge von der „To-Do-“ auf die „Was soll’s“-Liste schieben.
Tipp 4: Keine Vorsätze! Niemals. Vorsätze sind so erste Lebenshälfte.
Tipp 5: Lass dir nichts einreden: Der Jahreswechsel ist ein Konstrukt und wird von der Glücksschwein-Industrie gesponsert.
Tipp 6: Was du am 23. September nicht auf die Kette kriegst, schaffst du auch im neuen Jahr nicht.
Tipp 7: Jeder Moment kann ein Life-Changer sein. Oder eben nicht.
Tipp 8: Love it, change it or leave it.
Tipp 9: When nothing goes right, go left.
Tipp 10: Friede auf Erden. Das wäre mal ein guter Vorsatz. #TBD

In diesem Sinne.

Adventskalenderblattwerk 23 vom 23.12.2025: 3333 Tage

Ein besonderer Tag. Sagt zumindest unsere Besondere-Tage-App. Heute sind wir 3333 Tage zusammen. Ein Tag der überschäumenden Freude, des Staunens, der ehrfürchtigen Sprachlosigkeit. Ein Feiertag. Feiert mit und legt uns Gedanken-zum-Tag ins Hirn. Mitmachkino vom Feinsten. In diesem Sinne.

Adventskalenderblattwerk 21 vom 21.12.2025: Illuminación

Erhellende Momente des heutigen Tages:

  1. Der Tag hat 24 Stunden, auch wenn man erst mittags startet. Hey, es ist Sonntag! … und wer sagt überhaupt, dass man um 9 Uhr mit der täglichen Tretmühle und dem Abarbeiten der To-Do-Liste beginnen muss? Richtig: dein eigener Anspruch. Es dauert, solange es dauert.
  2. Du hast das Recht, Pause zu machen! Sagt wer? Nun: vielleicht dein Rücken, dein Teenager oder dein GdE (Grad der Erschöpfung). Hör auf deinen Rücken, deinen Teenager, deinen GdE.
  3. Defekte Lichterketten mit süßen weißen Lampions, die seit mehreren Jahren zusammengeknüllt hinter dem Vorhang auf Entsorgung warten, sind gegebenenfalls gar nicht kaputt, sondern es wurde eventuell nur übersehen, dass der Stecker einen Ein- und Ausschalter besitzt.
  4. Cool, ich habe eine neue Lichterkette mit kleinen Lampions!
  5. Nach 30 Jahren mal wieder einen Klassiker in den Backofen geschoben: Toast Hawaii. Merke: Auch 30 Jahre später verbrennt man sich an der Scheiß Ananas die Schnute. Die Raumfahrt hat sich weiterentwickelt, aber dagegen haben sie anscheinend noch nichts erfunden. Das prangere ich an.
  6. Auch ein Weihnachtsbaum, den bis zum 20.12. anscheinend niemand haben wollte, kann einem innerhalb von Sekunden mit all seiner Unperfektion ans Herz wachsen. #schockverliebt Wir sehen es als eine liebevolle Herausforderung an, die 50 cm lange Spitze (die einem Mobilfunkmast ähnelt) sowie die mehreren Kubikdezimeter Freiraum (die der liebe Gott beim Bauen dieser Tanne im Volumen gelassen hat) sensibel in Szene zu setzen.
  7. Wenn der tagesaktuelle Lieblingssong deines Teenagers Tragedy von den Bee Gees ist, muss das nicht notwendigerweise etwas mit dem Aussehen eures Christbaums zu tun haben.

In diesem Sinne.